Klettergebiete

Auf dieser Seite erfährt man Neues und Hintergrundinformationen über die Klettergebiete die wir betreuen:

Kriebetaler Wände,

Brandis,

Holzberg,

Gaudlitzberg  

und andere Klettergebiete, sowie Informationen über Bohrhaken und Gesteinsfestigkeit

 

Allgemeine Infos zu den betreuten Klettergebieten

Einige der genannten Klettergebiete Mitteldeutschlands stellen als ausgewiesene Sportklettergebiete eine wichtige Alternative zum Elbsandstein mit seinen klassisch gesicherten Kletterrouten dar. Natürlich haben alle  Kletterrouten dieser Gebiete einen historischen Hintergrund. Manche werden fast einhundert Jahre begangen, andere wurden erst in den letzten Jahren erschlossen.   Informationen darüber erhält man z. B. im Kletterführer Rot – Gelbes – Felsenland vom Verlag Geoquest. Unter anderem durch Sanierungsmaßnamen gibt es eine endlose Diskussion zwischen Tradition und Moderne. Hier soll diese nicht geführt werden, hier sollen die Fakten beschrieben werden.

Die Kletterrouten sind oder werden in sportklettermäßigen Abständen mit Sicherungspunkten versehen. Weite Stürze oder das Aufschlagen auf Absätzen sollen dadurch vermieden werden. Dies ist nicht zuletzt durch den Besitzstatus, den Betreiberstatus und den daraus entstehenden Verkehrssicherungspflichten notwendig. In den Gebieten Ostbuch und Westbruch Brandis sowie Holzberg und Gaudlitzberg in den Hohburger Bergen ist z.B. der DAV, Sektion Leipzig Pächter.

In den von uns betreuten Klettergebieten wird darauf geachtet, wenn möglich die Felsoberfläche nicht zu verändern. Geschlagene oder künstliche Tritte und Griffe sind tabu. Somit ist ein nachvollziehen historischer „Kletterleistungen“ jederzeit möglich, bleiben die Routen doch in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Welche Sicherungspunkte eingehangen werden, kann jeder selbst entscheiden und somit durchaus den historischen Charakter nachvollziehen.

Schwierig wird es bei der Problematik Festigkeit des Gesteins. Die meisten der betreuten Klettergebiete sind ehemalige Steinbruchanlagen mit unterschiedlichen Abbauweisen. So wurde in den Gebieten um die Hohburger Berge mit Trümmersprengung gearbeitet. Dadurch ist die Felsoberfläche stark zerklüftet. Die Festigkeit des Gesteins wird häufig durch das Eigengewicht der Blöcke oder dem „Verklemmungszustand“ bestimmt. Oft selbst für Fachleute eine schwer einzuschätzende Situation. Dazu kommt noch eine regelmäßige Schwellbelastung durch die Kletternden… Wir setzen bei der Betreuung dieser Gebiete folgende Maßstäbe:

Festigkeit des Gesteins bleibt in den betreuten Gebieten ein schwieriges Thema und wird nie abgeschlossen werden können. Auch deshalb empfiehlt sich in den beschriebenen Klettergebieten immer einen Helm zu tragen.